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Mehr Bilder in der Galerie… :-)

3. Juli 2007, 4:36 pm Uhr

So, nach so vielen Tagen Funkstille mal kurz ne Meldung. Bin sozusagen schon auf dem Weg zum Hurricane Festival, deswegen muss die Schlussbetrachtung noch ein Bisschen warten. Ich hab mich wieder ganz gut eingelebt, auch wenn es doch ein etwas komisches Gefühl war. Neben den unvermeidlichen Dingen (Arbeitsamt, Arzt…) habe ich hauptsächlich Fotos bearbeitet (einige echt fette Panoramen, kommen bald) und die ganzen Eindrücke verdaut. Lustig ist, dass keiner fragt wie’s war, weil ja dank dieser Webseite alle haarklein bescheid wissen. So, jetzt wird erstmal gerockt! Bis denne… nächste Woche meld ich mich…

22. Juni 2007, 12:00 pm Uhr

Tja, und die habe ich wohl gerissen. Was ist denn das fuer ne Organisation hier? Umsteigen in 45 Minuten von Gate B22 nach A40. Die Passkontrolle dauert ewig, und dann stehe ich in der Handgepaeckschlange. Ueberall sind Leute hektisch und draengeln sich vor. Ich denk nur so: Die wissen ja dass ich da bin und wissen auch wie das hier laeuft, das geht schon, ist ja schliesslich die Lufthansa und nicht son Drecksladen. Und was sind das fuer Arschloecher die nicht in der Reihe warten koennen wie alle anderen? Jetzt weiss ichs, das sind die Arschloecher die ihren Anschlussflug kriegen. Die Gepaeckgeschichte dauert 20 Minuten. Dann heize ich wie bloede, aber am Gate steht nur noch eine doof grinsende Tante, die mich zum naechsten Gate schickt. Zwei Stunden spaeter soll der Flug gehen. So, Geld ist alle, das war das teuerste Internet der ganzen Reise….

18. Juni 2007, 6:44 am Uhr

naja genauer two nights, das sind die letzten beiden Tage meiner Reise. Der Flieger von Singapur kommt wie geplant abends um sieben in Bangkok an. Dann erstmal an den tausend Taxifahrern vorbei in den Bus, man ist ja inzwischen cool… Hallo Banglamphu, da bin ich wieder. Auf dem grossen Platz vor dem Grand Palace ist ein Riesenmenschenauflauf. Spaeter erfahre ich dass das ne Demonstration war. Hier gehts gerade hoch her in Sachen Militaerregierung und ehemaliger Praesident. Fuer die letzten Naechte entscheide ich mich fuer eine echte Luxusbehausung mit Klima, einem sauberen und funktionierenden Bad und TV fuer 580 Baht (12 Euro). Das ist wohl die teuerste Bude der ganzen Reise :-) ein bisschen nobel zum Schluss ist aber okay. Dann gibts das Bangkok Standard-Programm: Pad Thai, Fruehlingsrollen und Banana Pancake. Ich platze fast. Ein Verdauungsspaziergang ueber die Kao San Road offenbart nicht viel Neues. Hier ist wirklich jeder Tag gleich. Aber trotzdem oder gerade deswegen wie nach Hause kommen. Mann, wie fremd ich mich am Anfang hier gefuehlt habe.
Der naechste Tag steht ganz im Zeichen des Shopping: und wo kann man das am Besten?Na klar, auf dem Chatuchak Wochenendmarkt, den ich am Anfang auch schon mal besucht habe. Ich fahre mit dem Taxi hin. Der Fahrer ist superfreundlich und fragt mich ueber Deutschland aus. Dann holt er sein Notizbuch raus und sagt mir auf bestimmt 40 Sprachen “Ich liebe Dich”. Ich nehm das mal nicht persoenlich :-) Deutsch hat er schon, was Wunder. Am Markt angekommen zeigt sich das gewohnte Bild. Eine Riesenflaeche voll mit Staenden und noch mehr Menschen. Also rein ins Getuemmel. Aber wie ich befuerchtet hatte muss ich viele Abstriche machen, da die Groesse “one size” mich nicht einschliesst. Von Schuhen oder so fangen wir mal gar nicht erst an. So kaempfe ich mich denn sieben Stunden ueber den Markt, dehydriere fast, scheisse ist das Warm unter diesen Daechern, verlaufe mich ein paar mal und gehe dann mit relativ bescheidenen fuenf T-Shirts (davon zwei im Nachhinein als zu klein befunden, abnehmen!), 3 Hosen, einem Fernglas, einer Taschenlampe und einem Hipbag (der den ich am Anfang gekauft hatte hat es mittlerweile auch schon wieder hinter sich, hat aber 90 Tage treu gedient) nach Hause. Erstmal ne Stunde entspannen. Mein Hotel hat sogar nen Pool auf dem Dach, aber ich wiederstehe der Versuchung, sonst waeren morgen wiede die Klamotten nass. Fuer den Abend habe ich eigentlich einen Gang ueber den Patpong-Nachtmarkt und durch das gleichnamige Rotlichtviertel (rein investigativ natuerlich :-)) geplant. Aber es faengt an in Stroemen zu regnen und so muss die sagenumwobene PingPong-Show ohne mich laufen. Stattdessen gibts ein leckeres Essen beim Inder und ne Stunde Internet. Dann gehts ab ins Zimmer, es ist tasaechlich packen angesagt. Tja, und da kommt doch eine gewisse Blockade auf. Sonst ist der Mechansimus so gut trainiert, dass der ganze Kram 1a gepackt in 10 Minuten da steht. Heute dauert es Stunden. Bei allen Sachen kommen irgendwelche Erinnerungen auf, schoen und traurig zugleich….
Um schon mal dem Jetlag ein Bisschen vorzubeugen stehe ich spaet auf und goenne mir dann ein letztes Mal das Kao San Backpackerfruehstueck. Dann gehts nochmal mit dem Boot den Fluss entlang nach Chinatown. Hier laufe ich dann noch ein paar Stunden rum und kaufe ein Bisschen Kleinkram. Dann die letzte Tuk Tuk-Fahrt zurueck zur Kao San Road fuer knallhart ausgehandelte 50 Baht. Ein letzter Shoppingschwenk ueber die Kao San Road, tja und nun ist es sechs Uhr abends, ich sitze im Internetcafe und es geht dem  Ende zu. Jetzt gebe ich mir gleich noch ne Massage, dann nen letzten Pancake oder so und dann gehts Richtung Flughafen. Ganz komisches Gefuehl. Klar freue ich mich auch auf zu Hause, aber die Traurigkeit ueberwiegt doch. Was waren das doch fuer geile Tage. So viele Eindruecke, Menschen, Laender, Kulturen. Aber die letzten Worte haben wohl einen extra Eintrag und ein Bisschen Ruhe sie zu formulieren verdient. Das werde ich dann wohl im Flieger machen. Also erstmal tschuess Suedostasien… schoen wars

17. Juni 2007, 12:16 pm Uhr

WAAAAAAAASSSSSS?!???!?? Da will man mal so ganz unverbindlich gucken ob eine Ankunft in Deutschland in Flip-Flops klar geht und liest auf der Tagesschau.de-Seite obige Warnung? Ich komm nicht zurueck! Vergesst es! :-) Mal gucken was fuer Billigfluege es noch gibt. Die Kreditkarte gibt ja noch was her… Ach ja, bin im Moment gerade in Bangkok, gerade angekommen und sehr hungrig. Deswegen nur meine kurze Meinungsaeusserung zum Thema Wetter in Deutschland… tststs…. kann ja wohl nicht wahr sein….

15. Juni 2007, 3:21 pm Uhr

Jahu, die vorletzte Station ist abgelaufen, es geht immer schneller dem Ende zu. Ich sehe gerade in den Serverstatistiken, dass die letzten zwei Tage deutlich mehr Leute auf der Seite waren. Die grosse Abschlussbesprechung muss aber noch ein Bisschen warten, sorry. Aber ich bin mental schon auf halbem Weg nach Hause, Singapur ist doch mehr westlich als suedostasiatisch. Klinisch sauber und effizient ist es, sicher. Doch das macht die Sache eher unspannend. Sogar aus den in anderen Staedten ausserordentlich bunten Vierteln wie Little India oder Chinatown wurde eine Abziehbildversion gemacht, in denen die Gebaeude schoen bunt und die Preise an den Staenden ausgzeichnet sind. Nachher sind die Sachen auch noch echt! Also wirklich, da hoerts dann aber auf. Jau, am Mittwoch habe ich erstmal mein Lager in Little India bezogen, Schlafraum mit 19 (!) Betten. Naja, die Preise sind halt auch westlich. Gegen abend gings denn auf den Kiez in Little India und nach Chinatown, nicht sehr spannend, da hatt ich schon besseres. Gestern bin ich denn wie ein bloeder durch die Stadt gefegt. Erstmal zwei Stunden ins Elektronikkaufhaus. Sieben Stockwerke Elektroschrott. Lustig, einige Laeden sahen aus wie die Resteschublade in meinem ehemaligen Labor. Ansonsten halt der uebliche Computer und mp3-Kram. Hatte aber das Gefuehl dass das nicht besonders viel guenstiger ist. Hab mir denn auch nur nen USB-Stick und -Hub gekauft. Ich waere fast versucht gewesen noch die Doppelfunkmikroanlage fuer 25 Euro mitzunehmen, aber fuer den Preis kann das einfach nicht laenger als 10 Minuten funktionieren. Nun ja, wofuer ist Singapur beruehmt: Shopping. Und so war das naechste Ziel Orchard Road. Eine Mall nach der anderen. Von oberedel bis sehr normal alles vertreten, aber der richtige Shoppingrausch will nicht aufkommen. Huh, also weiter Richtung Colonial district: Dort gibts einige schone Kolonialbauten und ein paar Bekloppte die Cricket spielen. Vorbei an einer aeusserst schoenen Loewenstatue gings denn Richtung Quay, ein ganz nettes Viertelchen mit lauter Restaurants und Bars. Sieht aber auch ganz schoen nach Tourifalle aus. Apropos Tourifalle, dann habe ich mich tatsaechlich abends noch in Richtung Sentosa Island getraut. Eine Touribespassungsinsel in Plasik. Ich habe aber mehr die Hinterhoefe gesehen, weil ich dem voellig bescheuerten Tip des Lonely Planet gefolgt bin statt mit der Monorail zu Fuss zu der Insel rueber zu gehen. Das hat mal locker fast ne Stunde gedauert bis ich irgendwo angekommen bin. Nun ja, es war schon spaet, fast alles am Zumachen. Unter anderem Underwater World, ein hypermodernes Aquarium. Aber das war wohl ein Wink, dass ich mir die Tiere lieber im Meer angucken soll statt hinter ner Glasscheibe. Naja, denn hab ich mir stattdessen die Abendshow, deren Namen ich schon wieder vergessen habe, gegeben. Vollplaybackgeseiere mit einer schlimmen Story. Aber mit fetter Laser- Feuerwerk und Lichtshow, das war doch mal nett anzusehen. Am naechsten Morgen bin ich denn noch ein Bisschen in der Stadt rumgeheizt, hab mir “Funan - the digital life mall” angesehen, aber auch nicht besonders spannend. Singapur hinterlaesst also keinen besonders grossen Eindruck. Waer fuer den Anfang der Reise gut gewesen, fuers Ende lohnt es sich nicht wirklich. Naja, Haken hinter und ab nach Bangkok…

15. Juni 2007, 12:02 pm Uhr

Tach, nu geht es doch leider stark dem Ende zu. Ich komme gerade von den Perhentian Islands und es war grandios. Jetzt sitze ich in Khota Baru, einer relativ nichtssagenden Stadt, in der man als westlicher Tourist noch immer ein Grund zum Hinschauen zu sein scheint. Heute abend gehts mit dem Nachtzug nach Singapur und ich habe tatsaechlich einen der letzten Schlafplaetze erwischen koennen. Mal schauen was die malayische Bahn da in Sachen Gemuetlichkeit zu bieten hat. Es geht ja einmal von Norden nach Sueden durch ganz Malaysia und so dauert die Fahrt denn auch mal lockere 15 Stunden. Ich hoffe der Weg nach Singapur lohnt sich halbwegs… Bevor ich wieder verpasse die Taucheindruecke zu schildern gehts mal gleich los mit Berichterstattung.

Mit dem Transport nach Kuala Besut, dem Hafen der die Perhentians bedient, geht wieder alles easy entspannt. Dort angekommen versuche ich erstmal nen Bahnticket fuer die Reise nach Singapur zu kaufen. Aber hier gibts nur Bustickets. Logisch, an den Bahntickets verdient keiner was. Egal, also rauf aufs Boot. Die Inseln sind 20 km raus, die Fahrt dauert also etwas laenger aber ist echt schoen. Auf dem Boot werden wir gefragt auf welche der beiden Inseln und an welchen Strand wir denn wollen. Die kleine Insel Kecil soll ein Bisschen entspannter sein, also dahin. Dann wieder die Frage: Strand mit Halligalli oder ein eher ruhiger. Nach der guten Erfahrung auf Ko Tao entscheide ich mich fuer die ruhige Coral Bay auf der Westseite (Sonnenuntergang!) und soll damit einmal mehr Glueck haben. Alle anderen bis auf einen Kanadier namens Bernard fahren zum grossen Long Beach. Der Strand ist grossartig und fast leer. Es gibt ca. 4-5 Bungalowbetreiber. Ich checke ein paar von denen aus. Einige zu teuer, andere mit dem charakteristischen Geruch von gammelndem Holz. Dann eine schone Anlage: Maya Resorts. Schoener Bungalow fuer 40 Ringgit, alles klar. Im Zentrum der Anlage ist eine kleine Plattform mit Haengematte, Stuehlen und nem Fernseher. Dort quatscht mich gleich ein autralisches Paerchen, Rebecca und Josh, an und wir verabreden uns fuers Abendessen. Wird ja auch schon wieder dunkel. Also schnell ein kleiner Sprung ins Meer. Auf dem Weg dorthin begegnet mir einer der vielen Dschungelbewohner: ne fette Eidechse die ein Bad nehmen oder im Meer Abendessen besorgen will (siehe Fotos). Naja gut, tut ja wohl nichts. Das Meer ist superklar und ich freue mich schon aufs Tauchen. Am Boden sind allerdings viele tote Korallen und das tut denn doch schon ein Bisschen weh an den Fuessen. Schnell ne Dusche und ab zum Abendessen. Zu uns gesellt sich Martina aus dem Allgaeu. Sie will auch tauchen und hat schon fuer morgen gebucht bei einem Diveshop gleich nebenan. Ich habe mir vorher bei taucher.net nen Diveshop am anderen Strand ausgesucht, welcher ueber einen Trampelpfad in ner Viertelstunde zu erreichen ist. Jo, der Abend ist echt entspannt. Es gibt drei-vier Restaurants, die Ihre Tische direkt auf dem Strand stehen haben und abends den Grill (halbes Oelfass) anwerfen. Oben Sternenhimmel, Plaetschern von vorne, Zirpen von hinten, brutzelndes Fleisch von links, so soll ein Abend am Strand sein. Dazu noch nette Gesellschaft, hier werde ich wohl schoene letzte Tage verbringen koennen.
Am naechsten morgen heisst es mal wieder frueh aufstehen, denn ich will um halb neun am anderen Strand sein um dan eventuell direkt tauchen zu koennen. Der Plan klappt auch. Die Tauchbasis sieht ganz nett aus, aber so der richtig entspannte Flair will nicht aufkommen. Laecheln ist nicht so angesagt. Naja gut, vielleicht bin ich da verwoehnt von Tanote Bay. Egal, das Equipment sieht in Ordnung aus und wird sogar fuer einen aufgebaut (ehrlich gesagt haette ich das lieber selber gemacht). Wir fahren zu dritt mit einem kleinen Boetchen raus und am Tauchplatz D’Lagoon angekommen darf ich nun zum ersten Mal rueckwaerts ins Wasser. Kein Dingen nich, und der erste Blick offenbart gleich dass hier ein voellig anderer Film laeuft als ich es auf Ko Tao mitgekriegt habe: quasi die DVD unter den Sichtbedingungen. Es fuehlt sich wirklich an wie in ein Aquarium zu springen. es sind auch gleich ne Menge Fische unterwegs, grosse kleine, bunte, getarnte. Wow! Am lustigsten sind die ca. 1 cm grossen Minishrimps die man kaum erkennen kann. Kollege Titan-Trigger ist auch wieder da, und da kommt dann doch das Ko Tao-Trauma wieder hoch. Puls hoch, Atmung hoch… aber alles entspannt. Wir stossen dann noch auf einen zweiten, der offenbar keinen Bock auf Taucher hat (irgendwie kenne ich diese Haltung, wie er da so erwartungsvoll schief im Wasser liegt). Also Rueckzug, aber auch hier alles locker. Zum Schluss kommt noch ein Richtig fetter Zackenbarsch um die Ecke. Wow! Der zweite Tauchgang des Tages lauft dann unter dem Motto “Trigger-Konfrontationstherapie Teil zwei”. Schon beim Briefing werden ordentlich davon angekuendigt und so soll es denn auch kommen. Wir tauchen am Ufer (Iron Cape), wo es schoene Korallen gibt. Zum tieferen Wasser hin tauchen immer wieder Trigger auf. Irgendwann werden es immer mehr und zum Schluss sind dann sieben gleichzeitig in unserer Naehe. Aber der Guide, ein Local, ist total cool und seine Lockerheit uebertraegt sich denn auch auf mich. Und so finden die Trigger uns denn auch nicht so interessant und wir duerfen passieren. Und ich bin groesstenteils geheilt von meinen Aengsten. Als wir aus dem Wasser kommen schaffe ich es nicht mal mein Equipment abzustellen bevor die bloede Tante vom Tauchshop mir die Tauchgaenge von morgen andrehen will. Na da hab ich ja Bock drauf. Ich sag mal nee, bezahle, und hoffe das Martina und Bernard gute Erfahrungen mit der Tauchschule in Coral Bay gemacht haben. Haben sie, und deswegen gehts dann die naechsten Tage mit Steffen Sea Sports tauchen. Steffen ist ein local, hat aber mehrere internationale Divemaster. Unter anderem Marlon, einen Deutschen, der jeden Satz mit “Hey cool” anfaengt oder beendet. Naja, eigentlich ist er ja auch ganz nett und unter Wasser haelt er ja eh das Maul :-) Die zwei besten Tauchgaenge sind in Extra-Eintraegen beschrieben.
Ja, und ansonsten lasse ich es mir vier Tage richtig gut gehen. Tauchen, sonnen, schwimmen, quatschen, essen und vor allem Entspannen. So soll’s sein. Am Strand kennt man sich denn auch bald, es sind ja auch echt nicht viele da. Total lockere Atmosphaere. Am letzten Tag kommen dann auf einmal Ursula und Janusch um die Ecke, die ich vor nem Monat in Ko Tao getroffen hatte. Tja, die Travellerwelt ist klein. Den Nachmittag nach dem Sugar Wreck-Tauchgang verbringe ich mit einem letzten Sonnenbad und mit Holz sammeln. Abends gibts ein grosses Lagerfeuer und es kommen auch ne ganze Menge Leute, vornehmlich die Locals, bei denen von moslemischer Enthaltsamkeit bezueglich Alkohol nicht viel zu merken ist :-) Ich selbst genehmige mir auch drei kleine Dosen Bier, was fuer ein Exzess! Die Jungs haben ein paar Klampfen mitgebracht und koennen auch verdammt gut spielen und singen, fuer Stimmung ist also gesorgt. Ich ueberlege ob ich nicht auch as zum Besten geben will, aber mir faellt doch tatsaechlich kein Song komplett mit Texten und Akkorden ein. Da ist dringend Auffrischungsbedarf… ein letzter Blick in den ungetruebten Sternenhimmel, tschuess Meer….

13. Juni 2007, 10:57 am Uhr

Wir fahren mit dem Boot bis zur Haelfte Richtung Kueste, dann halten wir an einer Boje. Sonst keiner da, schon mal gut. An dieser Stelle ist vor fuenf Jahren ein Schiff unter etwas seltsamen Umstaenden gesunken. Eigentlich ein Zuckertransporter wurde jedoch weder Zucker (was Wunder)  noch die zugehoerigen Saecke gefunden. Es war auch kein Sprit mehr im Tank und die Mannschaft war auch nicht vorhanden. Doch nicht so mysterioes, wohl eher Versicherungsbetrug. Nun ja mir solls egal sein, mein erstes Wrack liegt da unten in 19 Meter Tiefe. Also Equipment anwerfen und raus aus dem Boot. Wir steigen an der Bojenleine ab, die am Ende des Wracks befestigt ist. Schon der erste Blick nach unten ist gigantisch. Die Sicht ist super und da liegt es: Ein richtig fettes Schiff das auf der Seite liegt. Da geht der Puls schon mal ein Bisschen hoch. Wow! Der obere Teil des Schiffs ist auf 6-7 Meter Tiefe. Hier ist fischmaessig schon mal der Baer los, aber wir steigen an der Oberseite des Wracks zunaechst ab bis ganz unten. Der Kahn ist aufgrund des jungen Alters noch extrem gut erhalten. Am Boden wird die Sicht deutlich schlechter, und wir machen uns auf in Richtung Schiffschraube. Ab und zu muss man mal unter einer der Aufbauten durchtauchen, aber bloss nix beruehren. Es koennten ueberall giftige Stein- und Skorpionfische rumliegen, die, wie uns der Guide ziegt, extremst gut getarnt sind. Dann erscheint ueber uns die Schiffschraube, ein ganz schoener Oschi. Von hier tauchen wir am Grund an der Unterseite des Wracks entlang. Bei der Haelfte angekommen schwimmen wir vom Wrack weg, weil es in einiger Entfernung einen Punkt mit Haien geben soll. Aber die Sicht wird schlagartig schlecht und wir schwimmen zurueck und tauchen am Boden des Wracks wieder nach oben. Dieser ist voellig bewachsen mit allem moeglichen Zeug. Wieder oben angekommen steigen wir an der Oberseite des Schiffs wieder ab bis in die Naehe des Grundes. Diesmal machen wir uns auf zur Vorderseite. Die Szenerie wuerde sich in Horror- oder Abenteuerfilmen echt gut machen. Dann kommen wir an den riesigen offenen Ladeluken an. Dort drinne ist es ganz schoen dunkel aber wir schwimmen trotzdem rein. Das Auge gewoehnt sich schnell an die neuen Lichtverhaeltnisse und man sieht tatsaechlich sehr gut weil hier keine Wasserbewegung ist und deswegen viel weniger Schwebeteilchen im Wasser sind. Abgefahrenes Gefuehl jetzt quasi in dem Schiff drin zu sein. Tataseaechlich gibt es oben einen Wasserspiegel, es ist also eine Luftblase oben im Laderaum. Tja, und was macht man da? Auftauchen natuerlich. Wir also hoch und stecken den Kopf aus dem Wasser. Ein ziemlich rostiger Hohlraum, Wasser plaetschert. Wir tauchen wieder ab und aus dem Frachtraum raus. Nun geht es wieder hoch auf die oben liegende Seite des Wracks. Hier finden sich superviele Fische, die das Wrack als kuenstliches Riff nutzen. Die Sonne knallt von oben und es sieht einfach wahnsinnig aus. Zwei dicke Pufferfische scheinen uns relativ interessant zu finden und kommen ganz nah ran. Abgefahrene Tierchen. Dann taucht oberhalb des Wracks ein Schwarm Tintenfische auf, sieht auch abgefahren aus. Wir schwimmen noch ein Bisschen auf 5 Meter rum um den Safety Stop zu komplettieren und steigen dann auf. Ein letzter Blick zurueck, dies war wohl der letzte Tauchgang fuer eine laengere Zeit. Besser haette er nicht sein koennen…

11. Juni 2007, 3:52 pm Uhr

Laut Ankuendigung ein Highlight der Divespots um die Perhentian Islands. Was soll man sagen, das stimmt wohl. Der “Tempel” ist, aeeh, was ist die Uebersetzung von Pinnacle? Keien Ahnung, ein Unterwasserberg dessen Spitze aus dem Wasser ragt. Der Grund liegt bei ca. 23 Metern und dorthin tauchen wir zunaechst ab. Wieder volle Aquariumsicht, viele Fische am Start. Unten angekommen fangen wir dann an spiralfoermig immer um den Berg herum aufzusteigen. Und es gibt jeden Meter was neues zu sehen. relativ weit unten liegt das Haihotel. Da pennen unter ganz vielen Steinen kleine Bamboo Sharks. Meine ersten Haie, naja, Babyhaie. Dann zeigt mein Buddy Martina mir einen Rochen (Blue-spotted Stingray), quasi der Steve Irvine Gedaechtnisrochen. Naja, relativ klein isser. Dafuer kommt dann aber kurz darauf noch sein Kollege vorbei. Hin und wieder wird die Hand zur Pistole gemacht (das Zeichen fuer Triggerfische) aber alles locker. Hier werden die Nester noch gebaut und noch nicht bewacht. Dafuer taucht irgendwann neben uns eine ueber einen Meter grosse Trevally (Makrele?!?) auf und macht einen auf Trigger. Naja, die Zaehne sind nicht ganz so imposant, aber Bernards und Matrinas Flosse werden trotzdem mal angeknabbert. Was hat das Vieh den fuer schlechtes Zeug geraucht, weiss der nicht dass er laut Fischbuch zu Tauchern freundlich ist. Naja. Kurz danach kommt Martina hinter mir her geheizt, sie hat eine Schildkroete gefunden. Nebendran baut gerad ein Trigger, deswegen war ich da schnell vorbei geschwommen. Egal, Turtle sehen ist wichtiger. Ja, und da sitzt sie dann unter einem Vorsprung und guckt sich die bekloppten Tiere mit den bunten Anzuegen und der Aluflasche auf dem Ruecken an. In dem Moment kommen von oben Taucher von einer anderen Gruppe und wir schwimmen weiter. Eine halbe Runde spaeter kommt dann eine Schildkroete direkt unter mir aus ihrem Versteck und macht sich zum Atmen auf den Weg zur Oberflaeche. Sieht schon geil aus wie da so’n fettes Panzerteil durchs Waser gleitet. Wow, Haie und Schildkroete in einem Tauchgang, die fehlten mir noch. weiter oben gibts wieder viele Fischschwaerme die dem Temple of the Sea huldigen. Dem kann ich mich nur anschliessen…

11. Juni 2007, 12:05 am Uhr

Ja moin von den Perhentian Islands, genauer Perhentian Kecil. Es ist wunderschoen hier. Ich gebe nochmal alles beim Tauchen (total geil !) und liege den Rest des Tages faul am Strand. Morgen ist aber schon wieder der letzte Tag, uebermorgen gehts Richtung Singapur. Weiss zwar noch immer nicht wie aber klappt schon :-) Jau, Internet is mal wieder schweineteuer hier, deswegen bis bald in Singapur!

10. Juni 2007, 12:37 pm Uhr